„Wie seh ich, Klostersee, dich gern!
Die alten Eichen stehn von fern
Und flüstern, nickend, mit den Wellen.

Und Gräberreihen auf und ab:
Des Sommerabends süße Ruh
Umschwebt die halbzerfallnen Grüfte.“

Theodor Fontane, Wanderungen durch die Mark Brandenburg, Die Grafschaft Ruppin, Kapitel 90

Theodor Fontane war beeindruckt. Lindow, der Ort zwischen drei Seen, vor allem aber das Kloster am Wutzsee und seine Domina hatten es ihm angetan. Dem See widmete er die obigen Verse, der Klosteroberen Domina Adelheid gleich ganze Passagen in seinem „Stechlin“.

Ja, das „Fontane-Jahr“ hat begonnen !

Kaum ein anderer Schriftsteller ist so eng mit Brandenburg verbunden wie Theodor Fontane. Er hat die Identität des Landes geprägt und über dessen Grenzen hinaus vermittelt. „Wenn du Reisen willst, musst du die Geschichte dieses Landes kennen und lieben“, war sein Credo. 2019 jährt sich Fontanes Geburtstag zum 200. Mal.

„Lindow ist so reizend wie sein Name. Zwischen drei Seen wächst es auf, und alte Linden nehmen es unter ihren Schatten.“

Wir treffen uns um 9:00 Uhr vor der Freiwilligen Feuerwehr. In Fahrgemeinschaften geht es nach Lindow zum Parkplatz an der Sportschule. Dort beginnen wir unsere gemeinsame Wanderung, die uns auf knapp 3 km und 2 ½ Stunden um den idyllischen Wutzsee führt. Zum gemeinsamen Mittagsessen erwarten uns im Ratskeller moldawische Küchenspezialitäten. Auf dem Rückweg können wir die Klosterruine besichtigen. Es wird ein Fest!